Die meisten Vorfälle in einem Trainingsraum haben eine einfache Ursache. Die Menschen sind einander zu nah, feststehenden Geräten zu nah, oder sie stolpern über etwas, das auf dem Boden liegt. Abstände sind die günstigste und wirksamste Sicherheitsmaßnahme eines Studios. Ist der Raum einmal geplant, kosten sie nichts, und sie wirken in jedem Kurs.
Dieser Artikel beschreibt allgemeine Grundsätze für sichere Abstände in einer funktionellen Zone. Er ersetzt keine Gefährdungsbeurteilung, die jeder Betreiber für seinen eigenen Raum und seine eigenen Kurse durchführen muss.
Mit einer Gefährdungsbeurteilung beginnen
Im Vereinigten Königreich erläutert die Health and Safety Executive, dass Arbeitgeber nach den Management of Health and Safety at Work Regulations 1999 gesetzlich verpflichtet sind, Beschäftigte und andere vor Schaden zu schützen. Das heißt mindestens: Gefahren erkennen, beurteilen, wie wahrscheinlich und wie schwer ein Schaden sein könnte, und handeln, um das Risiko zu beseitigen oder zu beherrschen. Für einen Trainingsraum gehören dazu die Anordnung, die Geräte, die Kurse und die Menschen, die sie nutzen. Die folgenden Hinweise können in diese Beurteilung einfließen, doch Trainer und Betreiber kennen ihre Kurse am besten und sollten die genauen Abstände festlegen.
Fläche pro Person
Die Fläche pro Person hängt von der Trainingsart ab. Verbreitete Branchenempfehlungen nennen mindestens 40 Quadratfuß (rund 3,7 m²) pro Person für HIIT- und Zirkelkurse und etwa 60 bis 70 Quadratfuß (rund 5,6 bis 6,5 m²) pro Gerät in Kraftbereichen einschließlich freier Gewichte und Bänke. Empfehlungen zur Sicherheit im Tanz nennen für Tanzkurse, die Bewegung durch den Raum beinhalten, mindestens 6 m² pro Person und ideal 9 m².
Die Lehre daraus: Die Art der Bewegung zählt. Statische Kraftarbeit braucht weniger Fläche pro Person als Springen, Ausfallschritte oder Bewegung quer durch den Raum.
Freie Zonen um feststehende Geräte
Sprossenwände. Die Nutzer schwingen, lehnen sich hinaus, treten zurück und lassen sich herab. Halten Sie vorne und an jeder Seite eine freie Zone ohne Bänke, Boxen und Stationen anderer.
Bänke. Lassen Sie an beiden Enden und beiden Seiten Platz, damit die Kunden auf- und absteigen können und ein Trainer sichern kann.
Stauraum. Lassen Sie davor genug Platz, damit mehrere Personen gleichzeitig Geräte holen und zurückbringen können, ohne in eine Station zu treten.
Spiegel. Halten Sie Bereiche mit hoher Stoßbelastung wie Box Jumps und Gewichte von Spiegeln fern. Verwenden Sie in Studios Spiegel mit Sicherheitsfolie.
Dynamische Arbeit braucht mehr Raum
Springen, Sprinten, Tragen und Werfen brauchen alle mehr Platz als statische Übungen:
- Box Jumps. Freier Raum hinter dem Landebereich und um die Box. Die Hinweise der US National Academy of Sports Medicine empfehlen, herunterzusteigen statt herunterzuspringen und plyometrische Übungen nie bis zur Erschöpfung auszuführen.
- Tragen und Sprints. Eine freie Bahn, abseits von Wänden, Türen und Stationen.
- Ballwürfe. Raum in Wurfrichtung und Abstand zu Spiegeln und Fenstern.
Gehwege und Ausgänge freihalten
Die britische Health and Safety Executive weist darauf hin, dass die meisten Stolperunfälle durch Hindernisse auf Gehwegen entstehen und die übrigen überwiegend durch unebene Flächen. Sie empfiehlt, Gehwege frei von herumliegenden Kabeln und Hindernissen zu halten, dafür zu sorgen, dass sie breit genug und eben sind, und eine Haltung nach dem Motto „sehen und beheben“ zu fördern.
In einer funktionellen Zone heißt das:
- Einen freien Weg von der Tür durch den Raum halten.
- Notausgänge und die Wege dorthin vollständig frei halten.
- Jedem mobilen Teil einen Platz geben, damit es nach dem Gebrauch zurückgebracht wird.
- Den Boden zwischen den Übungen prüfen, nicht erst am Ende des Kurses.
Zonen in gemeinsam genutzten Räumen kennzeichnen
Wo mehrere Gruppen einen Raum teilen oder im selben Raum verschiedene Aktivitäten stattfinden, hilft eine Kennzeichnung:
- Bodenmarkierungen oder unterschiedliche Bodenbeläge, die Zonen zeigen. Unterschiedliche Beläge lenken Bewegung und grenzen Zonen ab.
- Klare Grenzen zwischen dynamischen und statischen Bereichen.
- Beschilderung für Geräte, die nur unter Aufsicht genutzt werden sollten.
Geräte, die die Sicherheit unterstützen
Geräte können gute Planung und gutes Coaching nicht ersetzen, aber sie können helfen:
- Feststehende Geräte sicher verankert an geeigneten Wänden, nach BS 8539 für Dübel in Beton und Mauerwerk.
- Keine scharfen Kanten an Rahmen, Boxen und Stauraum.
- Standfeste Füße, die nicht kippeln oder rutschen.
- Ein fester Platz für jedes mobile Teil.
- Geräte für den gewerblichen Einsatz. EN ISO 20957-1:2024 legt allgemeine Sicherheitsanforderungen an stationäre Trainingsgeräte in Studios, Clubs, Hotels und Rehabilitationszentren fest.
Jedes Round-Fit-Gerät wird geprüft, bevor es die Werkstatt verlässt.
Eine kurze Checkliste
- Haben Sie für den Raum eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt und dokumentiert?
- Gibt es genug Fläche pro Person für den dynamischsten Kurs?
- Hat jedes feststehende Teil eine freie Zone um sich?
- Finden dynamische Aktivitäten abseits von Wänden, Spiegeln und Gehwegen statt?
- Sind Gehwege und Ausgänge immer frei?
- Hat jedes mobile Teil einen Platz?
- Sind die Zonen gekennzeichnet, wo Gruppen den Raum teilen?
Lesen Sie So arbeiten wir, um zu sehen, wie wir Geräte entwickeln und prüfen. Nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie Hilfe bei der Planung eines Raums möchten.



